Prozessoptimierung und Restrukturierung

Stetiges Wachstum, neue Produkte und neue Technologien können eine Prozessoptimierung und Restrukturierung der Fabrik notwendig machen. Marktanforderungen und -veränderungen, wie Smart Factory, Industrial Internet of Things oder vernetzte Produktion erfordern eine permanente Optimierung und Anpassung der Unternehmensprozesse in der Fertigung und Logistik.

Lean Management

Die Grundidee eines schlanken Fabrikbetriebs liegt dabei auch in der ständigen Verbesserung aller Prozesse und vor allem in Ihrer Flexibilität. Lean Fabrikplanung meint dabei die Prozesse in der Produktion so zu gestalten und in das Layout ihrer Werkshallen zu integrieren, dass Sie in der Lage sind Produktivität, Qualität, Herstellungskosten, Durchlaufzeit und Liefertreue, zu Ihrem Wettbewerbsvorteil zu machen.

Ebenso kann es erforderlich werden eine digitale Vernetzung von Maschinen, Menschen und Materialien zu berücksichtigen. Dabei kommen innovative und intelligente ifp-Methoden zum Einsatz, die neue Dimensionen in der Planung und Fertigung ermöglichen (Einsatz VR-Brille, Drohnen, virtuelle Fabrik).
Unsere Berater analysieren die Daten durchgehend über den gesamten Produktionsprozess um eine flexible und effiziente Produktion sicherzustellen . 

Am besten holen Sie ifp als technische Unternehmensberatung frühzeitig ins Boot. Unsere Experten wissen aus Erfahrung, wie eine Fabrikumgestaltung am effizientesten und sinnvollsten bewältigt werden kann und welche Stufen bei der marktgerechten Entwicklung Ihres Unternehmens zu planen sind. Wir begleiten Sie umfassend und individuell bei der Planung sowie Umsetzung aller Restrukturierungs- und Optimierungsmaßnahmen.

Prozessmanagement

Ein Prozess ist eine Folge von Tätigkeiten mit einem definierten Anfang und Ende. Er hat einen oder mehrere Eigentümer, die u.a. für die regelmäßige Überprüfung und Anpassung verantwortlich sind. Durch definierte und dokumentierte Prozesse kann eine einheitliche Abarbeitung von Aufgaben gewährleistet werden, unabhängig vom Prozesswissen einzelner Personen. Wohingegen eine fehlende Standardisierung von Prozessen zu ineffizienten und langsamen Abläufen führt, die es zu vermeiden gilt. Prozesse einzelner Unternehmensbereiche sind Teil der Geschäftsprozess-Architektur des gesamten Unternehmens. Schnittstellen und bereichsübergreifende Prozesse müssen mit allen Beteiligten gemeinsam im Rahmen der vorgegebenen unternehmensweiten Architektur definiert werden. Durch Dokumentation und Einhaltung der Prozesse wird die Stabilität der Prozesse trotz beispielsweise erhöhter Komplexität oder Änderungshäufigkeit sichergestellt. Ein weiterer Faktor für ein erfolgreiches Prozessmanagement ist die Definition von Verantwortlichkeiten und die Zuordnung zu bestimmten Rollen – von Prozessverantwortlichen für einzelne Prozesse bis zum Leiter des gesamten Prozessmanagements.

Prozessmodellierung

Die Modellierung von Prozessen zur Dokumentation beinhaltet jeden Prozessschritt in der Abarbeitungsreihenfolge. Dabei werden u.a. weitere Inputdaten, Dokumente und Systeme einbezogen, die für den jeweiligen Prozess benötigt werden. Die Prozessmodellierung dient dazu Transparenz zu schaffen und den Prozess so auch ohne Vorkenntnisse durch ein eindeutig definiertes Vorgehen ausführbar zu machen. Zur Visualisierung werden meist grafisch orientierte Notationen eingesetzt wie ereignisgesteuerte Prozessketten (EPK) oder die Business Process Model and Notation (BPMN). Die Prozessmodellierung kann durch Business Process Management Software wie beispielsweise Signavio oder Camunda unterstützt werden.

Prozessoptimierung

Neben der Prozessmodellierung ist auch die Prozessoptimierung Bestandteil des Prozessmanagement. In der Prozessoptimierung werden schon bestehende und modellierte Prozesse zunächst systematisch analysiert. Ziel dieser Prozessanalysen können Kosteneinsparungen, aber auch die Verkürzung von Prozessdurchlaufzeiten oder die Steigerung der Prozesstransparenz sein. Mithilfe definierter Prozesskennzahlen können IST-/SOLL-Vergleiche durchgeführt und so Prozessschwachstellen und Ursachen für Abweichungen identifiziert werden. Im nächsten Schritt können daraus Verbesserungspotenziale abgeleitet, priorisiert, umgesetzt und in der Dokumentation festgehalten werden.

Process Mining

Unternehmensprozesse sind oft unübersichtlich und komplex. Es können sich Fehler, Ineffizienzen oder Prozessschleifen einschleichen, die zu Zeitverlust, steigenden Kosten oder Qualitätsverlust und schlussendliche zu unzufriedenen Kunden führen. Beim Process Mining werden speziell Prozessdaten gesammelt, die mit Hilfe von IT-Systemen abgewickelten Prozessabläufe darstellen. Diese Datenmengen – Big Data – werden gespeichert und in ein Modell des realen Prozesses übersetzt. So können dokumentierte Prozessabläufe mit der Realität verglichen. Mit den Ergebnissen können nun Prozesse optimiert oder Mitarbeiter in der Anwendung der dokumentierten Prozesse geschult werden. Im Gegensatz zu Prozess-KPIs, die zwar anzeigen können, dass beispielsweise die optimale Durchlaufzeit nicht erreicht wurde und wie hoch die Abweichung ist, kann durch Process Mining die Ursache der Abweichung gefunden und behoben werden. Ein großer Vorteil des Process Mining ist die Objektivität. Denn Process Mining basiert auf Daten, die über IT-Systeme gesammelt wurden und nicht auf Annahmen oder subjektiver Einschätzungen einzelner Personen. Zudem kann Process Mining für einzelne Prozesse regelmäßig wiederholt werden, so dass Prozesse iterativ optimiert werden und damit dynamisch bleiben in einer sich schnell wandelnden Unternehmenswelt.